R2 JSPEK Telemetry Interface

R2 JSPEK Telemetry Interface
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Art.Nr.: R2-TEL-03
R2 JSPEK Telemetry Interface

 SPEKTRUM-Telemetrie, jedenfalls reichweitenmäßig ernst zu nehmende, basiert ausschließlich auf dem TM1000. Das ist ein Gerät mit eigenständiger HF-Strecke zum Sender als Telemetrieterminal, die angeblich mit dem Empfänger koordiniert sendet (hoffentlich), zumindest gäbe es die Möglichkeit dazu über die DATA-Verbindung zum Empfänger. Der TM1000 hat ein paar Schnittstellen zu “dummen” Sensoren, darüber hinaus ein “X-Bus” genanntes Interface für weitere, “intelligente” Sensoren. Der “X-Bus” ist ein I²C Bus.

 
Sensoren, die des TM1000, die am Bus des TM1000 (“X-Bus”) finden verschiedene Displays im Sender als empfangendes Terminal. Leider macht die Ausführung in den Firmwares der Sender einen etwas systemlosen Eindruck: Die Displays der Sensoren sind teilweise gruppiert, als “intelligenter” (X-Bus) Sensor “PowerBox”, z.B., teilweise aber auch “vogelfrei” als Display eingebaut. Ähnlich sieht es mit Alarmen aus:  Zum Teil muss der Sensor Alarme auslösen, im Sender können keine Alarme auf Sensordaten definiert werden, und teilweise ist es genau andersherum. Was besonders nervt, ist, dass nicht jede Sender-Firmware jeden Sensor unterstützt, Displays für ihn bereit hält. Beispielsweise gibt es den Sensor “JetCat” nur in der DX10t, und die DX7s kennt “PowerBox” nicht. (“PowerBox” wird durch JLog2 genutzt!)
 
Natürlich ist hier wieder mal “Mißbrauch von Datendisplays” angesagt für einen 3rd Party Multisensor wie JLog2. Es gibt keinerlei Flexibilität im System, um Displays, Maßeinheit, Wertebereich, Name, Alarmbereich, definieren zu können, wie es eh nur mit Multiplex M-Link (Multiplex Sensor Bus) und vor allem mit JETI EX der Fall ist. Das fällt “glücklicherweise” nicht so in’s Gewicht, weil das System bisher nur einen “dummen Alarm” kennt, ein- und denselben für alles, Piep Piep, keine differenzierten Alarmtypen, keine Sprachausgabe.
 
JLog2 findet nun seine Displays in 3 SPEKTRUM Sensoren:
Current Sensor (0×03)
Imot (A) (*1)
 
Powerbox (0x0A)
Akku1: Ubat 0.. 99.99 V
Akku2: Ubec 0.. 99.99 V
Kapazität1: RPMuni(rotor) 0..65535 (rpm)
Kapazität2: mAh 0..65535 mAh
 
G-Force (0×14)
X-Axis: 0..99.9 “Gas (%)
X-Axis Max: 0..99.9 “PWM (%)
Y-Axis: 0..99.9 “Ibec (A)
Y-Axis Max: 0..99.9 “Ibecmax (A)
Z-Axis: 0..99.9 “tFET *0.4 (°C)
Z-Axis Max: 0..99.90 “tFET (°C)
Z-Axis Min: 0..99.90 “tBEC (°C)
 
 
JLog2 + TM1000
 
Es gibt ein Timing-Problem zwischen JLog2 und dem T1000 beim Startup, also bei Poweron:
 
Der TM1000 beginnt unmittelbar nach seinem Einschalten, den X-Bus nach Sensoren zu scannen, indem er eine Range von I²C Adressen abfragt. Leider tut er das auch noch aufsteigend, die möglicherweise besetzen Adressen kommen also zuerst ran. JLog2 braucht dafür zu lange im Bootloader, denn der mountet erst das Filesystem der SD und durchsucht sie nach einem möglichen Updatefile. Bevor er dann die Applikation, den eigentlichen JLog gestartet hat, ist seitens des TM1000 schon alles vorbei. Der TM1000 wird fortan nur Sensoren auf dem X-Bus abfragen (er ist Busmaster), die während des Scan anworteten.
 
Nun gibt es eine einfache Möglichkeit, den Scan des voreiligen TM1000 aufzuhalten, nämlich, indem man die Bus-Leitung “SCL” des X-Bus == I²C auf Low (GND) zieht, bis man bereit ist, zu antworten. Nur muss das im Bootloader passieren, und der wird nur einmal und mit Hilfe spezieller Hardware (Programmer) geflasht, bevor ein JLog zur Auslieferung kommt. Jeden “SPEKTRUM-willigen” JLog erst heimzurufen, um ihm einen angepassten Bootloader zu verpassen, kann nicht die Lösung sein. Zukünftige Chargen des JLog2 bzw. sein geplanter Nachfolger JLog3 werden das im Bootloader haben, für bereits verkaufte JLog2 braucht es aber eine andere Lösung.
 
Diese Lösung heißt “JSPEK“. JSPEK sitzt zwischen JLog2 und TM1000 und macht das, was der Bootloader eines JLog2 u.U. noch nicht implementiert hat, er bremst per SCL den TM1000 nach dem Start für ein paar Sekunden aus. Wichtig ist, dass dieses Bremsen zum richtigen Zeitpunkt erfolgt, TM1000 und JLog2+JSPEK müssen also zum selben Zeitpunkt eingeschaltet werden, ihre Betriebsspannung bekommen. Die “Synchronisation” zwischen JSPEK und JLog2 ist dadurch gewährleistet, dass JSPEK JLog aus seinem Spannungsregler mit 4V versorgt, er macht ihn dadurch auch gleich HV-fähig.  –  Hier im Einsatz mit dem JIVE, hier mit einem Castle Creations ESC mit Castle Link Live, wobei auch JCC benötigt wird.

 

Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 04. September 2013 in unseren Katalog aufgenommen.